Tools & Bücher: Die App „The Secret to Money“

Die App „The Secret to Money“ ist die erste, für die ich jemals Geld ausgegeben habe – ungefähr 5 Euro einmalig, wenn ich mich richtig erinnere. Nach zwei Monaten Nutzung kann ich sagen: Es war es wert. Hier mein ausführlicher Erfahrungsbericht.

Kurz zur Sprache

Die App gibt es auch auf Deutsch, aber die Übersetzung wirkt an manchen Stellen etwas hölzern – nicht ganz die Sprache, wie man im Alltag tatsächlich reden würde. Das kann aber auch an mir liegen: Ich bin selbst keine Muttersprachlerin, und vielleicht sind mir bestimmte Begriffe einfach noch nicht im echten Sprachgebrauch begegnet. Nimm diese Einschätzung also mit einer Prise Vorsicht.

Die Funktionen im Überblick

Der tägliche „Scheck vom Universum“

Jeden Tag bekommst du einen neuen (virtuellen) Scheck, den du an diesem Tag „ausgeben“ musst. Der Sinn dahinter: sich daran gewöhnen, mit Geld umzugehen – nicht sinnlos, sondern so, wie man es wirklich tun würde, wenn man bereits wohlhabend wäre. Gibst du den Betrag an einem Tag nicht aus, bekommst du am nächsten Tag keinen neuen.

Mir fällt das ehrlich gesagt schwer. Aktuell bekomme ich täglich 250.000 Euro zugeteilt – bei so einer Summe weiß ich oft gar nicht mehr, wofür ich sie „ausgeben“ soll. Meistens verteile ich sie auf zwei Posten: Dividendenaktien kaufen und meinen ETF-Sparplan aufstocken – genau das, was ich wahrscheinlich auch im echten Leben mit so einer Summe machen würde. Für ausgefallenere Wünsche gibt es einen separaten Menüpunkt.

Inspiration

Hier findest du längere Texte rund um das „The Secret“-Konzept – für alle, die damit noch nicht vertraut sind, eine gute Einführung ins Manifestieren, positive Gedanken und die Folgen negativer Gedankenmuster. Besonders interessant fand ich die Erkenntnis, wie viel Energie ich unbewusst in Sorgen ums Geld gesteckt habe – und wie Mangel-Gedanken dazu neigen, sich selbst zu bestätigen, weil sie sich quasi in unserem Kopf „einprogrammieren“. (Genau darüber hatte ich übrigens neulich schon einen eigenen Artikel geschrieben → „Warum du immer wieder knapp bei Kasse bist“.)

Tägliche Affirmationen

Das finde ich richtig gut: 25 Affirmationen pro Tag, die man idealerweise laut für sich selbst vorliest – positive Money-Sätze, die man sich selbst sagt. Sie kommen zwar nicht ursprünglich von einem selbst, aber das ist meiner Meinung nach okay – Hauptsache, du sprichst sie mit echtem Gefühl, nicht nur mechanisch abgelesen.

Manifestiertes Geld eintragen

Hier trägst du Geld ein, das dir tatsächlich zugeflossen ist – Zinserträge, gefundenes Geld, Rückerstattungen. Eine schöne Idee, auch wenn es schade ist, wenn an manchen Tagen einfach nichts einzutragen ist und man den Punkt wegklicken muss. Manchmal trage ich auch Wunschbeträge ein statt tatsächlich erhaltener – wahrscheinlich nicht ganz im Sinne der Funktion, die eigentlich für real erhaltenes Geld gedacht ist.

Geben

Hier trägst du ein, wofür du (gedanklich) spenden würdest. Ich spende auch im echten Leben monatlich, trage hier aber zusätzlich Wunschspenden ein – zum Beispiel würde ich liebend gern 50.000 Euro an die Geburtsstation im Klinikum Großhadern spenden, aus Dankbarkeit für die Unterstützung bei der Geburt meines Kindes. Diese Funktion finde ich emotional sehr schön: gedanklich schon mal so großzügig zu sein, wie man es sich wünscht, sein zu können.

Wünsche

Du kannst sieben Dinge eintragen, die du dir mit ausreichend Vermögen oder finanzieller Freiheit ermöglichen würdest. Bei mir sind das nie physische Dinge, sondern eher Dienstleistungen oder andere Wünsche. Einer davon: dass mein Mann weniger arbeiten und mehr Zeit mit uns verbringen kann – mein eigentlicher Plan war, das durch höheres eigenes Einkommen zu ermöglichen. Tatsächlich kam es anders: Bei seiner Firma gab es eine Änderung, die seine Nettoarbeitszeit reduziert hat, ohne dass er weniger verdient. Nicht der Weg, den ich mir vorgestellt hatte – aber das Ergebnis stimmt, und genau das würde ich als kleinen Beweis für Manifestation werten.

Meine persönliche Erfahrung: die Wirkung auf mein Mindset

Als Selbstständige verdiene ich nur so viel, wie ich tatsächlich arbeite und abrechne – meine Business-Skalierung habe ich noch nicht ganz geschafft. In schwächeren Monaten, typischerweise August und Dezember, sehe ich am Monatsende, wie wenig ich abrechnen konnte, und mache mir dann traditionell große Sorgen – obwohl ich eigentlich ausreichend Rücklagen dafür habe.

Ich nutze die App jetzt seit Juni, Juli und diesem August – also drei Monate. Und in diesem August war es zum ersten Mal spürbar anders: Statt in Panik zu verfallen, dachte ich: „Das kam schon öfter vor, ich bin jetzt seit über sechs Jahren selbstständig, das ist normal, nächster Monat wird besser, das Geld kommt wieder – ich habe ja Rücklagen dafür.“ Ich hatte sogar aktiv Ideen, wie ich noch innerhalb des Monats zusätzliche Einnahmen generieren könnte – zum Beispiel durch kleinere Aufträge, die direkt ausgezahlt werden, statt wie meine reguläre Rechnungsstellung erst Mitte des Folgemonats. Dadurch konnte ich meine laufenden Kosten teilweise schon aus den neuen, unterjährigen Einnahmen decken, statt jedes Mal Geld vom Tagesgeldkonto zurücküberweisen zu müssen. Ein kleiner Erfolg, aber eine wirklich schöne Entwicklung in meinem Money-Mindset.

Eine Sache noch zum Thema Manifestation im Allgemeinen: Ich habe mich eine Zeit lang jeden Tag dafür bedankt, „bereits“ 5.000 Euro netto im Monat zu verdienen. In einem Monat habe ich das tatsächlich geschafft – danach habe ich aufgehört, es mir täglich zu sagen, und es kam seitdem nicht mehr vor. Für mich zeigt das ziemlich deutlich: Manifestation ist keine einmalige Sache, sondern muss regelmäßig geübt werden, damit sich das eigene Denken wirklich neu „programmiert“ und die Wirkung anhält.

Praktisches

Die App lässt sich unkompliziert einstellen – Benachrichtigungszeitpunkt frei wählbar. Ich habe zwar eine feste Uhrzeit eingestellt, nutze die App aber meistens dann, wenn ich gerade Zeit habe – mal abends, mal morgens direkt nach dem Aufwachen. Sie ist weder kompliziert noch besonders schick gestaltet, erfüllt aber genau das, was sie soll.

Mein Fazit

Ich sehe bereits eine spürbare Wirkung nach nur wenigen Monaten – kann die App also klar empfehlen, gerade wenn du dich in meinem „Geld-Mindset“-Artikel wiedererkannt hast und aktiv an deinem Verhältnis zu Geld arbeiten willst.


Mehr zum Thema: Warum unser Gehirn uns immer wieder in vertraute Geld-Muster zurückzieht → „Warum du immer wieder knapp bei Kasse bist


Wichtiger Hinweis
Ich bin keine Finanz- oder Anlageberaterin. Dieser Artikel beschreibt ausschließlich meine persönliche Erfahrung mit der genannten App, keine Anlageempfehlung.

NOTIZ FÜR KATALIN – vor Veröffentlichung entfernen
Optional: Screenshots aus der App (Tagesscheck, Affirmationen, Wünsche) einfügen – und falls gewünscht die direkten Store-Links zu iOS/Android statt bzw. zusätzlich zur verlinkten Hersteller-Seite.

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