Wie alles angefangen hat: Mein Weg zum Wunsch nach finanzieller Freiheit

Bevor ich überhaupt wusste, dass „finanzielle Freiheit“ ein Konzept ist, über das man Bücher schreibt und Blogs führt, hatte ich ein ganz anderes, viel konkreteres Ziel.

Das Ziel, das ich schon vor meinem 30. Geburtstag erreicht hatte

Ich wollte bei einer großen Marketingagentur im SEO-Bereich arbeiten. Ich wollte in München leben. Ich wollte eine schöne Wohnung mit Garten mieten. Ich wollte einen Hund haben. Und ich wollte ein gemütliches, schönes Leben führen. Das war’s. Kein Vermögensaufbau, keine finanzielle Freiheit – einfach ein gutes, stabiles Leben.

Und ich habe es geschafft, noch vor meinem 30. Geburtstag. Ich habe meinen Job geliebt. Ich hatte genug Geld für das, was ich brauchte. Alles war da. Und dann kam die Frage, die vermutlich viele kennen, die ihr Ziel erreicht haben: Ist das jetzt alles?

Der Moment, der alles verändert hat

Kurz danach habe ich Bodo Schäfers Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ gelesen. Darin gibt es Rechnungen dazu, wie viel Geld man aufbauen muss, um im Alter nicht in Armut zu leben. Ich habe das für mich durchgerechnet – und das Ergebnis war ernüchternd: Egal welche Gehaltserhöhung ich in meinem geliebten Job noch bekommen würde, ich hätte es allein davon nie geschafft.

Das war der Auslöser. Ich habe angefangen, darüber nachzudenken, dass ich mehr sparen, mein Geld für mich arbeiten lassen und vielleicht neben meinem Job – den ich ja nach wie vor liebte – auch etwas Eigenes aufbauen sollte.

Wie es konkret weiterging

Ich habe Natascha Wegelin, besser bekannt als Madame Moneypenny, entdeckt und mir damals ihren Onlinekurs gekauft, den sie nur für kurze Zeit angeboten hat. Darüber habe ich angefangen, in ETFs zu investieren – unter anderem in Altersvorsorge-ETFs – und mich intensiv mit meinem Money-Mindset zu beschäftigen. Genau in dieser Zeit hat sich mein Ziel verschoben: Es ging mir nicht mehr nur darum, mehr Geld zu haben, sondern wirklich finanzielle Freiheit zu erreichen.

Ich habe sehr viele Bücher gelesen, über richtiges Investieren und den richtigen Umgang mit Geld. Ich habe mir einen Mentor gesucht, der mir geholfen hat, ein Online-Coaching-Business aufzubauen. Aus diesem Business ist am Ende nichts geworden – aber es war mein erster echter Schritt zu der Erkenntnis, dass finanzielle Freiheit kein Traum ist, der nur in fernen Ländern oder für andere Menschen existiert, sondern tatsächlich erreichbar ist.

Zahlen, die Mut machen sollen

Als ich mir dieses Ziel gesetzt habe, hatte ich – wirklich alles zusammengerechnet – rund 8.000 Euro Vermögen. Fünf Jahre später hatte ich es verdoppelt. Neun Jahre später liegt es bei rund 60.000 Euro. Und das, obwohl in dieser Zeit einiges dazwischenkam: Ich war zwischenzeitlich arbeitslos, meine Selbstständigkeit ist nicht sofort angelaufen, und seit meinem Kind habe ich seit zwei Jahren spürbar niedrigere Einnahmen. Trotzdem wächst mein Vermögen weiter.

Der Grund dafür ist nicht ein einzelner cleverer Trade oder ein Glücksfall, sondern die Entscheidung, die ich damals getroffen habe: finanziell frei werden zu wollen, mich im Thema Finanzen konsequent weiterzubilden – und dafür auch bereit zu sein, zwischendurch Umwege in Kauf zu nehmen, weil ich weiß, wofür es sich langfristig lohnt.

Der goldene Weg: Sparen ja, aber nicht ums Leben bringen

Eine Sache ist mir dabei genauso wichtig wie das Sparen selbst: das Leben im Hier und Jetzt zu genießen. Es bringt niemandem etwas, mit 50 finanziell frei zu sein, wenn man sich die jungen Jahre davor komplett verkniffen hat, weil man so stark gespart hat. Man muss diesen goldenen Weg zwischen Genuss und Zielstrebigkeit finden – für mich ist genau das ein zentraler Teil dessen, was finanzielle Freiheit überhaupt bedeuten soll.

Mein erster Instagram-Post: Finanziell frei bis 40 – ein Experiment
Mein allererster Instagram-Post, Januar 2021. Damit hat dieses Projekt öffentlich angefangen.

Warum ich das teile

Vielleicht liest du diesen Artikel erst zu einem Zeitpunkt, an dem mein Vermögen schon sechs- oder sogar siebenstellig ist. Ich möchte trotzdem, dass du weißt: Es hat mit 8.000 Euro angefangen. Mit Umwegen, Arbeitslosigkeit, einem gescheiterten Business und Jahren mit niedrigerem Einkommen. Wenn du gerade am Anfang stehst – dieser Blog ist genau dafür da, dich auf dem Weg zu begleiten.


Wichtiger Hinweis
Ich bin keine Finanz- oder Anlageberaterin. Dieser Artikel beschreibt ausschließlich meine persönliche Erfahrung und private Vorgehensweise beim Vermögensaufbau, keine Anlageempfehlung.

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